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Wie wird man Segelflieger PDF Drucken E-Mail

Die Segelflugausbildung im Flugsportverein Emmerich-Rees



Wie wird man Pilot von Segelflugzeugen?


Die Ausbildung zum Segelflugzeugführer erfolgt bei uns auf im Verein auf den vereinseigenen Flugzeugen - unsere Mitglieder werden automatisch im nordrhein-westfälischen Luftsportverband angemeldet. Alle Fluglehrer arbeiten ehrenamtlich, sie bekommen also keine Vergütung für ihre Tätigkeit. Individuelle Lehrgänge bei kommerziellen Flugschulen können die Ausbildung ergänzen. In der Zeit von März bis Oktober fliegen wir auf unserem Fluggelände Emmerich-Palmersward an den Wochenenden (samstags ab 11Uhr, sonntags ab 10 Uhr). Regelmäßig werden Lehrgänge in den Ferien angeboten, so dass Flugschüler und erfahrene Piloten auch andere Flugplätze kennen lernen können. Der theoretische Unterricht erfolgt im Winterhalbjahr in unserem Clubheim an der Deichstraße oder gemeinsam mit unseren Nachbarvereinen an einem anderen Flugplatz am unteren Niederrhein.

Wer darf segelfliegen ?

Ab 14 Jahren kann man mit der Flugausbildung beginnen und bereits in diesem Alter alleine fliegen. Den Flugschein (offiziell Glider Pilote License oder GPL genannt), mit dem man ohne Aufsicht eines Fluglehrers fliegen darf, kann man mit 16 Jahren erhalten. Eine Altersgrenze nach oben gibt es für den Segelflug nicht, ein Fliegerarzt muss lediglich bei den routinemäßigen Untersuchungen die Flugtauglichkeit attestieren.

Wie lernt man segelfliegen ?

Die Grundausbildung erfolgt bei uns mit doppelsitzigen Segelflugzeugen vom Typ ASK-13 und ASK-21. Vorne sitzt der Flugschüler, hinten der Lehrer, der dort genau die gleichen Instrumente hat wie der Flugschüler vorne. In der ersten Ausbildungsphase vermittelt der Fluglehrer das fliegerische Know-How um ein Flugzeug sicher zu starten, in der Luft zu halten und wieder sicher auf dem Flugplatz zu landen. Der Flugschüler übernimmt von Flug zu Flug immer mehr Aufgaben. Wenn man die notwendigen praktischen und theoretischen Kenntnisse hat, fliegt man alleine. Das geschieht in der Regel in der ersten Flugsaison nach 50 - 100 doppelsitzig geflogenen Starts. Die weitere Ausbildung bis zur Fluglizenz erfolgt auf doppel- und einsitzigen Segelflugzeugen im Alleinflug, teilweise aber auch mit dem Fluglehrer. Die Dauer der Ausbildung hängt vom Ehrgeiz und den Fähigkeiten des Flugschülers ab, nach der dritten bis vierten Flugsaison ist sie nach unseren Erfahrungen abgeschlossen. Segelfliegen ist ein Teamsport, bei dem jede helfende Hand gebraucht wird. Gerade in den ersten Monaten der Ausbildung ist das Hobby sehr zeitintensiv. Wer nicht so viel Zeit hat, aber trotzdem fliegen möchte, kann diesen Traum auch mit dem Motorsegler verwirklichen.


Wie hoch sind die Kosten ?

Die Aufnahmegebühr in den Verein kostet einmalig für Jugendliche 50 Euro, für Erwachsene 100 Euro. Der monatliche Mitgliedsbeitrag beträgt für Jugendliche 27 Euro, für Erwachsene 32 Euro. Darin sind bereits die Gebühren für die Starts an der Seilwinde enthalten. Auch weitere Ausbildungskosten fallen nicht an, da die Fluglehrer ehrenamtlich tätig sind. Für längere Flüge - auch der Flugschüler kommt mit Fluglehrer oder auch im Alleinflug schon früh in den Genuss, Thermik zu fliegen - ist eine zeitabhängige Fluggebühr von 6 Euro pro Stunde (Abrechnung minutengenau) zu bezahlen. Nebenkosten fallen noch für den Fliegerarzt, Lehrmaterial und behördliche Prüfungsgebühren an. Segelflieger nutzen hochwertiges, teures Gerät. Um kostengünstig fliegen zu können, reparieren, warten und pflegen wir unsere Flugzeuge, unsere technische Ausstattung und unseren Flugplatz selbst. Wir machen es deshalb unseren Mitgliedern zur Pflicht, sich jährlich mit etwa 45 - 60 Stunden (in lockerer Atmosphäre) an diesen Arbeiten zu beteiligen. So erlangt man ganz nebenbei noch verschiedene technische Fähigkeiten. Sollte jemand aus zeitlichen Gründen nicht in der Lage sein, die Arbeitsstunden zu erbringen, werden diese mit 8 Euro pro Stunde berechnet.

 

Welchen Umfang hat die Segelflugausbildung ?

Der Umfang der Ausbildung ist in der Verordnung über Luftfahrpersonal geregelt. Danach umfasst die praktische Ausbildung mindestens 25 Flugstunden, davon mindestens 15 Flugstunden im Alleinflug. Während der Ausbildung muss jeder Flugschüler darin eingewiesen werden, das Flugzeug bei Landungen außerhalb des Flugplatzes und in besonderen Flugzuständen zu beherrschen. Weiterhin gehört ein Streckenflug von 50 km im Alleinflug zu den Ausbildungsinhalten. Die theoretische Ausbildung umfasst die Fächer Luftrecht, Meteorologie, Navigation, Technik, Verhalten in besonderen Fällen und menschliches Leistungsvermögen. Zusammen mit dem Unterricht zur Durchführung des Sprechfunkverkehrs werden ungefähr 100 Unterrichtsstunden erteilt. Die vor der Bezirksregierung Düsseldorf abzulegende Prüfung besteht aus einem theoretischen Teil nach dem Multiple-Choice-Verfahren und einem praktischen Teil mit drei Prüfungsflügen im Doppelsitzer.

 

Welche Unterlagen sind vorzulegen ?

Zu Beginn der Ausbildung ist die Anmeldung im Verein, bei Minderjährigen die Zustimmungserklärung der Erziehungsberechtigten, eine Verzichtserklärung sowie eine Erklärung über schwebende Strafverfahren vorzulegen. Spätestens vier Wochen nach Ausbildungsbeginn wird das flugmedizinische Tauglichkeitszeugnis, später außerdem ein polizeiliches Führungszeugnis und ein Auszug aus dem Verkehrszentralregister benötigt.

 
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Aktuelles

Tobias Lünendonk vom Luftsportverein Wissel hat während unsreres Osterfliegerlagers seinen 50-km-Überlandflug geschafft!
Nun Hat er auch seine praktische Prüfung bestanden und erwartet seinen Luftfahrerschein.

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